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Freitag, 22. Januar 2010

Q96: Für die Katz!


War mal wieder dabei ein Testautomationstool zu testen. Aufbauend auf Ruby und Watir scheinbar eine feine Sache.

Schon alleine die Installation war ein Wahnsinn. Bluescreens, Tod und Teufel. Nach dem 3. Reboot gehts auf einmal. Einfach so. Dabei laut Installationsguide total easy.

Die Handhabung bissal steif und nicht intuitiv. Die rudimentäre Doku überhaupt nicht schlüssig. Na ja, eingefädelt, ausgeschieden.

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Q76: Wo bekomme ich die blauen Pillen her?


Seit Montag Abend habe ich sie. Wen? Die Schreibblockade. Schuld daran könnte sein, dass ich mich seit Sonntag intensiv mit objektorientierter Programmierung beschäftige. Genauer gesagt mit Ruby. Eigentlich wollte ich nie wieder etwas mit hands on Programmierung zu tun haben. Aber nachdem es ja darum geht Workflow-Tests zu automatisieren, ist das etwas anderes. Etwas ganz anderes.

Das Buch „Objektorientierte Programmierung in 21 Tagen“ hab ich mir in 21 Minuten am Ergo-Bike rein gezogen. Das nennt man Querlesen. Danach Ruby für Dummys und das ausgedruckte Watir-Tutorial, ein bissal mehr als Querlesen. So konnte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Hüftschmalz weg, Hirnschmalz dazu. In meinen schlauen Büchern (aka Blogrohstoff) stapeln sich massenhaft meine Gedanken und Anmerkungen zu den verschiedensten Themen die ich zu Bits & Bytes (aka Posts) bringen will. Und was ist? Ich kann nicht, ich kann nicht, ich kann nicht. Die Beschäftigung mit Objekten, Instanzen, Methoden und Klassen hat meine Gehirnhälften durcheinander gebracht. Code schreiben ist was anderes als Pullitzerpreisverdächtige Posts verfassen. Also die Logik hat die Kreativität gekilled. Ich muss mal googln ob es so etwas wie Kreativitätsviagra gibt.

Ich blättere also wild in meinen schlauen Büchern, finde jede Menge blogwürdiges Material, aber es will nichts werden. Ich finde keine Einleitung, und dass ist das Schwierigste von allen. Einleitung da und der Rest flutscht. Keine Einleitung kein flutschn.

Okay, zu meiner Entschuldigung muss ich sagen dass ich auch krank bin (Husten, Schnupfen, Halsweh, Zehennagel eingerissen). Vielleicht ist aber auch die Tatsache, dass ich nicht in der Bahn sitze, Schuld daran. Bahn fahren ist meine Muse. Bahn fahren inspiriert mich. Ich liebe Bahn fahren sofern kein wohl riechender Döner Kebab neben mir sein Leben lassen muss. Bahn fahren, dass heißt: Schuhe ausziehen, Füße hoch legen und die Einleitung ist ein Klacks. 25Min ins Büro = Grobentwurf, 25Min nach Hause = Feinabstimmung, posten, fertig. In Japan gibt es angeblich Bordelle mit Mottozimmern die dem geneigten Besucher einen U-Bahnwagon vorgaukeln. Na ja, was soll's! Einer braucht die Bahn zum Schreiben ein Anderer zum ...uhhhhu... möge die Phantasie Harakiri begehen.

Sonntag, 27. Dezember 2009

Q75: Watir trifft die SD.Call-Liste


Buggy. Ich bin total buggy (aka gschlaucht aka fix und fertig). Die gestrige Heizungskeller-Ergo-Bike-fit-machen Aktion hat mir so zugesetzt dass ich heute einen Kran brauche um aus dem Bett zu gelangen. Was soviel heißt wie: der Heizungskeller muss heute warten. Mache einen Familientag. Spielen mit Kids, DVD-Nachmittag mit meiner Frau. Die ganze Zeit aber jucken die Finger, weil sie endlich Watir-Scripts schreiben wollen. Meine Frau treibt mich mit den Worten „Bitte, setze dich zum Computer, ich halte deine innerliche Zappelei nicht mehr aus! So macht DVD schauen keinen Spaß!“ in die Arme des Blechtrottels.


Um 17Uhr10 fällt der Startschuß. A bissal schmökern im Buch und los geht’s. Hands on Ruby ist angesagt. Ruby, Watir & Co ist schnell installiert, Gem hab ich im kleinen Finger. Keine 15 Minuten später stelle ich Watir die SD.Call-Liste vor. Gestatten: Watir – SD.Call-Liste / SD.Call-Liste – Watir. So schnell geht’s. Fein das Tools hat auch keine Probleme mit den Frames. Ich bin entzückt. Das Ganze ist ja schön und gut, aber was soll ich mit dem Tool wenn es nicht Key-Word-Driven tauglich ist. Ein Tweet bei Twitter und die darauf folgende Antwort von Dave McNulla (Oceanside, CA, USA) bringt Klarheit. Zum Schlüsselworttreiben gibt’s ein Framework mit dem klingenden Namen: WatirMelon von Alister Scott. Scheinbar habe ich Gem doch nicht im kleinen Finger, denn ich krieg das Ding nicht zum laufen. Auch Google kann nichts gegen meine technische Inkompetenz (Copyright by Düsentrieb) machen. Ich will schon aufgeben, da fällt mir auf dass ich einen Buchstabendreher im Librarypfad habe. Schnell die Buchstaben zurück gedreht und das Schwein wird von der Melone durchs Dorf getrieben. Von wegen technisch Inkompetent!

Samstag, 26. Dezember 2009

Q74: Ruby on Ergobike


So, Urlaub bis 6.1. ist angesagt. Das heißt Zeit für die Frau, die Digital Nativs und für ein bissal Sport. Für mich ist jeder Urlaub aber auch dazu da etwas Neues zu lernen. Jeder kennt den Spruch vom „Lebenslangen lernen“, oder? Letzte Woche bin ich auf ein neues Testautomationstool namens WATIR gestoßen. WATIR steht für: Web Application Testing in Ruby. Was soviel heißt wie: Q. wird sich mit Ruby beschäftigen. Als erstes war Grundlagenforschung angesagt. Ruby, Ruby on Rails, RadRail, Grails, Gems, Rake, irb, ri, RubyOnRubyOnRubyBlablabla. Was ist was? Was bedeutet was? Was kann was? Zuerst wird im Web gesucht, danach bei Thalia.

Nachdem ich ja beschlossen habe wieder Sport zu betreiben, brauche ich ein Buch zum lesen am Ergobike im Heizungskeller. Buch ist schnell gekauft, jetzt muss der Heizungskeller Ergobike tauglich gemacht werden. Der Feststellung meiner Frau: „Der Trockenraum tut's doch auch, oder?“ entgegne ich mit: „Des haumma eh gleich!“. Irgendwie kommt mir das bekannt vor. Woher nur?

Mit dem Vorsatz dass in 3 Stunden das erste Ruby-Script via WATIR die SD.Website durchgurkt, starte ich mein Vorhaben. Um 11Uhr geht’s also los. 30 Kübeln, à 25kg, mit alten Fertigverputz in die Einfahrt geschleppt. Ein Kübel in jeder Hand damit es schneller geht. Beim 3. mal bereue ich schon mein Vorhaben. Hätte sollen (wie immer) auf meine Frau hören. In der Einfahrt kann der Sondermüll nicht bleiben, also bringen wir ihn gleich zur Sammelstelle bei der Feuerwehr. In einer Kleinstadt geht das auch am Stefanietag. Beziehungen muss man haben. Und einen 20 Euro Schein in der Tasche. Vielleicht kann ich mir die von TheBoss zurück holen. Schließlich war es ja für die zusätzliche Qualität die Einzug halten wird. Leider passen nur 4 Kübeln ins Auto. Um 13Uhr10 ist der Keller besenrein. Nachdem die Wände nicht sehr einladend ausschauen beschließe ich diesen einen Anstrich zu verpassen. In der Garage hinten stehen noch 25kg weiße Farbe und warten auf bessere Zeiten. Diese sind jetzt gekommen.

Um 16Uhr07 strahlt der Keller wie die Notaufnahme im AKH. Das gibt nix her. Ok, da müssen Bilder an die Wand. Das Erste ist ein Lerchalpuups, und um 16Uhr20 ziert ein Oracle7-Supermann-Poster im Ikea-Bilderrahmen die Notaufnahme. Das Zweite Bild gibt der Wand, besser gesagt dem schwächelnden 50er-Jahre-Verputz den Rest. Ein 1m2 großer Putzdownload bringt mich dem Wahnsinn nahe. Der Trockenraum hätte es doch auch getan! Nachdem ich mich wieder gesammelt habe fällt mir ein, dass in der Werkstatt hinten noch Profilholzbretter auf bessere Zeiten warten. Um 19Uhr30 sind diese gekommen und der übrig geblieben Verputz ist hinter 6m2 Bienhoniggewachstem Profilholz verschwunden. Morgen werde ich noch die alten Filzplatten die in der Garage vor sich dahin schlummern aufwecken. Der Fußboden im Heizungskeller ist nämlich überhaupt nicht einladend. Das haben wir dann aber wirklich gleich! Oder?