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Freitag, 6. August 2010

Q235:Stell dir vor es ist Test und keiner geht hin

Nachdem sich SAS70-mäßig schön langsam die Kurve verflacht, hab ich wieder a bissal mehr Zeit zum Testen. So auch gestern. Die nächste Minor-Release steht an und der License-Letter schreit auch nach mir.

Ich such mir also die Testbasis und die Testprotokolle raus. Bei der Durchsicht der Testprotokolle werde ich eifersüchtig. KillBill hat getestet und dokumentiert als wenn es um die Weltherrschaft im Testen ginge. Wenn Luke Skywalker – so nenne ich unseren externen SAS70-Wirtschaftsprüfer – diese Protokolle beim Audit sieht, wird er uns eine blanko Unterschrift geben.

Na ja. Testen nach Killbill, da gibt’s nicht mehr viel zu holen für mich. Certified Tester halt, so wie Dirty Dancing (aka unser weiblicher PMC). Dirty Dancing weiß wo sie bei Abnahmetests hin greifen muss. So zu sagen: „Wo hat sich durch die neue Rechtschreibung ein Schnackerl (Öugs: für Schluckauf) eingeschlichen.“ 

Nun ja, so gesehen entscheide ich mich nur mehr einen Grobfunktionstest durchzuführen.

Also, auf auf die Alpha und testen. Wo ist der Menüpunkt für den License-Letter? Dort wo ihn KillBill lt. Testprotokoll in ihrer Testumgebung gefunden hat starrt mich auf der Alpha - das ist meine Testumgebung - ein weißer Hintergrund an und flüstert: „Hier sollte jetzt der Link für den Licens-Letter sein. Heute aber ... Ätschibätsch."

5 Minuten später ist klar dass der License-Letter noch nicht auf die Alpha deployed ist. Na auch kein Problem, geh ich halt auf die Beta. Nachdem auf der Beta auch nichts ist, komm ich drauf das da nichts drauf ist, weil seit Tagen dorthin nicht deployed werden darf. Düsentrieb hat schon wieder eine spezial Bridge dort laufen. Wieder mal Zeit für TAAS (Q119) zu werben.

Ich brauch also einen Build. Nachdem Urlaubszeit ist, kann ich nur auf Winnetou und SittingBull zurückgreifen. Winnetou muss die Reste vom MIG-Piloten und Sobieski aufarbeiten und läuft mit Bluzaroten (Öugs: Tiefroten) Schädel von Büro zu Besprechungszimmer und flucht auf ostdeutsch. Ok, der hat keine Zeit für mich. Also muss Sitting Bull herhalten.

In der Fraggleshöhle (aka Großraumbüro) funktioniert die Kommunikation nicht per Skype, E-Mail oder irgend so einem neuen Schnickschnack. Da ist FaceToFace Kommunikation angesagt.

Also, Kopf über den Bildschirm hinaus strecken und zwischen den Pflanzen durchstarren ob Sitting Bull da ist. Ich sehe seinen Skalp, also muss er zu Hause sein.

He, Bull, hast du kurz Zeit für mich?“ – „Uiii, SAS70?“ - „Nein ich bräuchte einen aktuellen Build auf der Alpha!“ – „Kein Problem, dauert aber. Technische Probleme in der Testumgebung! Die wurde beim Virtualisieren abgestochen. Geht erst am Montag wieder.

Na fein. Bin heiß wie Frittenfrett (aka aungfressn) und überlege, ob ich mich auf den Kriegspfad begeben soll. In Gedanken bei General Custer beschließe ich das Gegenteil zu tun. Außerdem kann der alte Sioux nichts dafür.

Scheiß drauf. Sperre die Testabteilung zu und gehe heim.

Montag ist auch noch ein Tag.

Montag, 2. August 2010

Q231: Ich brauch eine neue Testumgebung!

Hast ein Apps bist ein Mensch hast keines bist keiner. So zumindest der momentane Hype in der IT-Branche. Damit unsere Applikation aus gewöhnlichen Anwendern Apps-User-Menschen macht, muss natürlich auch so ein Ding her.

Am Freitag beim Business-Update hat jetzt der Chef der Special Matter Experts (aka Averrel) die Katze aus dem Sack gelassen.

Unser Würfel, besser gesagt ausgewählte Teile davon, gibt es in absehbarer Zeit für das iPad und das iPhone. Averell hat zwar nicht so eine Show wie Stevie-Boy abgezogen, trotzdem hat man bemerkt dass ihn das Technikmäßig scharf macht.

[Braindump: Ich brauch einen Namen für Averell. Averell is fad. Einen bestehenden Nickname zu verwenden ist meinem Blog nicht würdig. Mamas Liebling? Wegen Ma Dalton. Nein. Eskimo? Ich hab gelesen dass er in Alaska auf die Uni gegangen ist. Daher. Eskimo? Na, Einfallslos. Ich müsste etwas markantes an ihm in Verbindung mit einem i bringen. So in Anlehnung an iPhone, iPad. Hmmmm. Markant? Ein Nase hat jeder, Ohren auch. Halt. Ich hab’s!

Der Ober(F)SME hat einen Zopf. Wie wär’s mit iZopf? iZopf? iZopf? iZopf, das flutscht. Ok, Kollege hiermit heißt du iZopf.]


Gut. iZopf hat also die Zukunft verkündet. Unsere Software ein Apps? Geil. Das muss natürlich auch getestet werden. Und was braucht man dazu? Richtig. Eine Testumgebung.

Vielleicht kann ich ein iPad heraus schlagen.

Versuche gleich mein Glück bei TheBoss.

"Du Boss, mit dem Apps dürfen wir uns natürlich kein Hoppala leisten. Das heißt, das muss ordentlich getestet werden. Stell dir vor unsere beiden Digital Immigrants präsentieren das Teil in Silikon Valley und uns passiert ein Hoppala wie dem alten Gates."

"Und?"

"Na ja, das heißt dazu brauchen wir dann schon eine standalone Testumgebung! So wegen Seiteneffekte verhindern und so."

"Und?"

"Ich schlage vor wir kaufen ein iPad nur für mich und mit dem kann ich dann testen ohne gestört zu werden!" 


Zehn Minuten später. Meine ganzen Argumente nützen nicht. TheBoss bietet mir doch tatsächlich ein Apps-SDK zum testen kann. „Das muss reichen!“, meint er.

Ein Apps-SDK? Ich glaub ich spinn. Ich muss ja auch Use-Cases im Feld testen. Also z.B. als Manager im Flieger sitzend, die aktuellsten KPI’s anschauen. Den Flieger kann ich im Zug simulieren. Aber das iPad? Ein Apps-SDK auf meinem Netbook? Nein, niemals.

Gut, ich muss die Taktik ändern. Ich schau mal bei iZopf vorbei. Der hat sicher Verständnis für mein Anliegen.

Ich hoffe ihm gefällt sein Nickname.

Samstag, 13. Februar 2010

Q119: Ist "TaaS" nun "IaaS" oder "PaaS", oder einfach nur eine Form von "SaaS"?

Vertreibe mir gerade die Zeit damit die geänderte Inbound-Function im Konverter zu testen. Natürlich händisch, d.h. vollautomatisierte Zehnfingertechnik mit eXtremeKlicking. Wie es sich gehört natürlich auf der Alpha. Weil die Alpha gehört Q. Und was soll ich sagen? Die Gurke ist so langsam das ich, während sich die Callliste aufbaut, nebenbei das Projekthandbuch für das SAS70-Projekt auf Vordermann bringen kann.

Callliste aufrufen – (warten auf Callliste) PM-Handbuch bearbeiten – Calldetail aufrufen – (warten auf Calldetail) PM-Handbuch bearbeiten – Call Additionals aufrufen – (warten auf Calladditionals) PM-Handbuch bearbeiten – (warten fertig) Ergebnis prüfen – PM-Handbuch fertig.

Nächster Test. Stellt sich die Frage was ich jetzt gezwungenermaßen neben dem Testen machen kann? Fenster putzen, Blumen gießen ein paar internal Controls erfinden?

Wenn mir eine gute Fee drei Wünsche erfüllen würde, ich würde mir folgendes wünschen:
  • Frieden allen Menschen dieser Erde
  • Gesundheit allen Menschen dieser Erde
  • Brauchbare Testumgebungen allen Testern dieser Erde
Während ich mir das Zusammentreffen mit der Fee vorstelle und in der Browserstatuszeile der Text „Warten auf Alpha…“ nicht und nicht verschwinden will, schlafe ich ein.
 

Wir schreiben das Jahr 2013, die ganze Firma sitzt bei CNN-Meet-the-Experts (Q89) und erzählt Larry King wie wir die Nummer 1 der Welt geworden sind. Unsere (F)SME erklären dem alten Jay-Leno-Hasser wie sie die Produktpalette neu konzipiert haben. Major Tom: „Die neue Produktpalette war u.a. auch ausschlaggebend dafür dass wir unseren Konkurrenten hinter uns gelassen haben! Und erst unsere neuen Produktnamen! Wir haben denen mit unserer Produktqualität ordentlich den PIEEEP… versohlt!“.

Larry wendet sich an mich: „Stichwort Qualität, Mr. Qwhatelse – was war Ausschlag gebend dafür dass die Produktqualität so dramatisch angestiegen ist. Sie haben seit 2 Jahren keine Bugs. Die Qualität ihres Produktes ist unschlagbar. Wie geht das? Was war notwendig? Verraten sie und das Geheimnis…“.

Ich also: „Nun ja Larry, der Erfolg unserer hohen Produktqualität liegt in unserem Testumgebungsmanagement! Wir haben eine eigene Abteilung die sich mit dem Aufbau und Wartung von Testumgebungen beschäftigt. Früher wurden mehrere Tests gleichzeitig auf einer Testumgebung durchgeführt. Die Performance war dementsprechend schlecht, unsere Tester haben sich den PIEEP… abgewartet. Die Tests waren zu Zeitaufwändig, vor allem im Online-Interface. Damals hatten wir drei Testumgebungen. Wenn ein Spezialkundetest durchgeführt wurde, durfte kein anderer Test durchgeführt werden, weil es eventuell zu Seiteneffekten kam! Das Buildmanagement war eine Sisyphosarbeit. Welcher Build darf wo eingespielt werden ohne die Tests zu gefährden? Das war Horror! Jetzt erstellen wir Testumgebungen on Demand her. Ein Test braucht Convert X, Datenbank A Stand X, SAP Interface, Build 4711, JMS irgendwas. Kein Problem! Voll automatisch, auf Knopfdruck. In Time, in Scope, in Budget, in Quality. Wir können schneller eine Testumgebung mit allem PiPaPo herstellen als das Google eine Suchanfrage zurück liefert. Übrigens kauft Google bei uns TaaS ein!“. 

Mit „TaaS? – Was ist damit gemeint?“ fällt mir der alte Hase ins Wort  um eine Werbeeinschaltung einlegen zu können.

Am Bildschirm erscheint eine Werbeeinschaltung zum 36. Americas Cup. Das ist jetzt der Nachfolger vom Louis Vuitton Cup. Was also früher das Finale war, indem sich BMW/Oracle und Alinghi gegenseitig die Gurke per Gerichtsbescheid gaben, ist jetzt die Ausscheidung zum Finale, dem SD.Cup. Der Sieger des America's Cup trifft dann im SD.Cup auf das Syndikat der Grünen aus der Karl Farkas Gasse. Da sieht man wie weit man es bringt mit „TaaS“.