Y. (aka Ukrainischer DEV-Fraggle) hat die Setups des ReportsSchedulers umgebaut. Der gelbe Zettel auf der Scrumtafel mit der Aufschrift "ENG Test" schreit: "Q., nimm mich. Hallo ich will von dir in Progress genommen werden. Los, du Sack fang endlich zum Testen an!". Nachdem gelbe Zettel mit dieser Aufschrift meine besten Freund sind, komme ich diesem Wunsch gerne entgegen.
Schritt 1: Testbasis (aka RFC-Dokument aka User-Story aka das-Ding-das-nie-vollständig-ist-wenn-PK-eine-Anforderung-hat" sichten. Was jetzt kommt brauch ich nicht erzählen, es ist eh klar.
Aber halt. Was sehe ich da. Der zuständige DEV-Fraggle hat eine technische Spec geschrieben. Schampus für den Y. Wobei der Lenin-Orden würde dem Ukrainischen-Tom-Cruise-Top-Gun-Absolventen besser stehen.
Na gut. Session Based Testing, mein neuestes Lieblingwort. Ich verfahre auch danach. Vorerst zum Kennenlernen. BvQ (aka den kennt jetzt eh schon jeder, das ist mein Boss) sagt immer "Sehe es als eine Chance etwas neues Auszuprobieren!". Recht hat der BvQ.
Ich definieren als Testcharta: "Prüfe ob die Java-Script-Funktionalität in allen Browsern korrekt arbeitet". SB-Timescope: "90 Minuten". Das muss reichen um zu beweisen dass eine Abweichung vorliegt.
Werfe meine Wunderwaffen an: 6 Virtuelle PC auf meiner 4-GB-aber-nur-2-adressierbaren-Workstation an. Auf jedem läuft der jeweilige Browser (FF35, IE7, IE8, Opera, Safari, Crome) in einer nackten Windows-XP-Umgebung. Weil, man kann ja nie wissen welcher Browser welchen was zusammenhaut.
Richtige Abweichung finde ich keine. Java Script funktioniert. Mir fällt nur auf das ich Datenfelder eingeben kann die keiner braucht und daher auch nicht gespeichert werden. Sofort mache ich meinem Gegenüber DLTB (aka die-lebende-Test-Basis aka BdF aka Boss der Fraggles aka der-Mann-der-jedes-Byte-der-Applikation-kennt) klar das somit ein klarer Usability-Verstoß nach SD§ 4711 Absatz 0815 vorliegt.
Nach heftigen Diskussionen meint DLTB "Des woar scho imma so. Oba du host scho recht. Des kennt ma a noch schnö mochn!". Alarmglocken schrillen, " a no schnö mochn". DLTB formuliert schnell die neue Anforderung und gibt diese verbal über meinen Kopf hinweg an Y. weiter. "Y., geh berücksichtige das die zwa Felder nur angezeigt werden wenn im Feld Periode der Wert Täglich steht."
Cruise meldet verbal über meinen Kopf zurück: "OK, das haben wir gleich...!"
Ich liebe agile Softwareentwicklung. Doch halt. Was war da zwischen "OK...!" und "Ich liebe agile...."?
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Donnerstag, 26. November 2009
Montag, 23. November 2009
Q39: 7 Tage Bronchitis und Fieber sind genug.
Seit heute bin ich wieder in Amt und Würden. Dafür hat es jetzt meine bessere Hälfte erwischt. Ist auch kein Wunder. Eine Familie mit einem Kind im Kindergarten und einem in der Schule, da ist fast immer was los. Krankheitsmäßig ist die meiste Zeit Ausnahmezustand. Kinder in Lerninstitutionen sind wandelnde Virenlagerhäuser. Nächste Woche werden die Virendatenbanken auf gleich gebracht und die neuesten Patches werden bei den Kindern eingespielt. Scharlach, Röteln und was-weiß-der-Teufel-noch-alkles Impfungen sind angesagt.
7 Tage lang habe ich das Thema Qualität ruhen lassen und habe mir jede Call-In-Show, Daily Soap, Geissen-Karlich-Trash-Nachmittags-Talk, Gerichtsshows und Horoskopshows rein gezogen. Dauerwerbesendungen natürlich auch. Das Bauchmuskel-jeden-Tag-nur-10-Minuten-Elektroschock-Set reizt mich. Da kann ich was für die Muckis tun und nebenbei RFC's testen. Net schiach oder?
0800 Uhr:
Beim Betreten der Heard of Gold aka die Developerwerkstatt aka das Entwicklungsbüro kommts ma wida. A ja, heute ist ja Day After*. So heißen unsere heiklen Tage, nachdem eine Release live gegangen ist oder sonst irgend etwas heikles am System gemacht wurde. Muß mal CvQ fragen warum der Tag so benannt wurde.
Ich erschrecke die Dev-Fraggles gleich einmal mit einem kräftigen "Goooooooooodmoooooorning Vietnam". Robin Williams aka Adrian Kronauer aka DJ aus dem Mekongdelta läßt grüßen. Als erste Vinylscheibe lege ich innerlich "Barbara Ann" von den Beach Boys auf. Die Halle rockt.
Gestern hatten wir DB Umstellung. Postgres Version 8.2 auf 8.4. Ich habe auch meinen Teil dazu beigetragen, nämlich das Testkonzept. Bemerkenswert ist der darin enthalteten Meilensteinplan in dem ich sogar Twitter-Kollege FRAFU berücksichtigen durfte.
...
Die Anwesenden sehen total relaxed aus. Weil meine Musik so gut ist oder weil die Umstellung geklappt hat?
Alle checken irgendwelche MessageQueues, Nagios-Meldungen, Performance-Logs und vieles mehr. Scheint geklappt zu haben.
Kronauer legt "We are the Champions" auf. Ein guter DJ weiß was notwendig ist.
FRAFU schaut seelig in seine 21 Zoll Screen. Was bedeutet das seelige Gesicht? DB OK? MessageQ OK? Hat Rapid gewonnen?
Egal. Ich erkläre mich solidarisch und checke auch was.
Mist, schon wieder kein Wasser in der Kaffemaschine!
*Kennt wer den Film?
7 Tage lang habe ich das Thema Qualität ruhen lassen und habe mir jede Call-In-Show, Daily Soap, Geissen-Karlich-Trash-Nachmittags-Talk, Gerichtsshows und Horoskopshows rein gezogen. Dauerwerbesendungen natürlich auch. Das Bauchmuskel-jeden-Tag-nur-10-Minuten-Elektroschock-Set reizt mich. Da kann ich was für die Muckis tun und nebenbei RFC's testen. Net schiach oder?
0800 Uhr:
Beim Betreten der Heard of Gold aka die Developerwerkstatt aka das Entwicklungsbüro kommts ma wida. A ja, heute ist ja Day After*. So heißen unsere heiklen Tage, nachdem eine Release live gegangen ist oder sonst irgend etwas heikles am System gemacht wurde. Muß mal CvQ fragen warum der Tag so benannt wurde.
Ich erschrecke die Dev-Fraggles gleich einmal mit einem kräftigen "Goooooooooodmoooooorning Vietnam". Robin Williams aka Adrian Kronauer aka DJ aus dem Mekongdelta läßt grüßen. Als erste Vinylscheibe lege ich innerlich "Barbara Ann" von den Beach Boys auf. Die Halle rockt.
Gestern hatten wir DB Umstellung. Postgres Version 8.2 auf 8.4. Ich habe auch meinen Teil dazu beigetragen, nämlich das Testkonzept. Bemerkenswert ist der darin enthalteten Meilensteinplan in dem ich sogar Twitter-Kollege FRAFU berücksichtigen durfte.
...
- MS 14: 1230 Uhr - Check DB Performance abgeschlossen
- MS 15: 1300 Uhr - System für Echtbetrieb freigegeben
- MS 16: 1400 Uhr - Anpfiff Rapid - Austria
Die Anwesenden sehen total relaxed aus. Weil meine Musik so gut ist oder weil die Umstellung geklappt hat?
Alle checken irgendwelche MessageQueues, Nagios-Meldungen, Performance-Logs und vieles mehr. Scheint geklappt zu haben.
Kronauer legt "We are the Champions" auf. Ein guter DJ weiß was notwendig ist.
FRAFU schaut seelig in seine 21 Zoll Screen. Was bedeutet das seelige Gesicht? DB OK? MessageQ OK? Hat Rapid gewonnen?
Egal. Ich erkläre mich solidarisch und checke auch was.
Mist, schon wieder kein Wasser in der Kaffemaschine!
*Kennt wer den Film?
Dienstag, 10. November 2009
Q35: Is eh nur...
Freitag, Daily Scrum.
Das Team beantwortet die ominösen 3 Fragen. Irgend wann kommt auf die Frage ob was im Wege steht die Antwort: „Nichts. Außer dass die Fachabteilung drauf gekommen ist dass eine der letzten UserStorys nicht vollständig umgesetzt wurde. Aber das hab ich eh gleich. Da ist eh nur ein IF* anzupassen.“ Die Story ist seit Wochen produktiv. Soviel zum Thema Abnahmetests.
Bei den Worten „Eh gleich...“ breche ich in Angstschweiß aus und erleide einen „Des-is-a-Klanigkreit-Schlaganfall“. CvQ, der einfühlsamste Chef den ich je hatte, bemerkt die Schockwirkung und vermittelt die Wichtigkeit von dokumentierten Anforderungen: „Fordert es ein und seht es als eine Möglichkeit an, die Dinge jetzt richtig zu tun...“. Bumm, Zack so einfach geht das. „Seht es als Möglichkeit...“, ich liebe diese Komposition an Buchstaben. Kann man das übersetzen mit „Yes, we can“ oder ist das zu weit her geholt? Ist mein Boss ein weißer Obama? Ich werde das mal validieren! Oder ist das verifizieren?
Egal. Ich liebe agile Aufwandsschätzungen die lauten: „Des homma glei...“ und „Des ist eh nur...“.
Das erinnert mich daran wie ich letzte Woche eine UserStory getestet habe. Auf meinen Einwand das es dazu keine Testbasis (aka RFC-Dokument) gibt kontert die lebende Testbasis mit: „Des is eh nur a Klanigkeit...“. 49 Minuten und eine geschmeidige Abweichungen später war es wieder mal klar.
War doch nicht so klar, die Kleinigkeit.
*In der IF-Syntax (links oben) ist eine kleine Abweichung versteckt. Wer findet Sie?
Das Team beantwortet die ominösen 3 Fragen. Irgend wann kommt auf die Frage ob was im Wege steht die Antwort: „Nichts. Außer dass die Fachabteilung drauf gekommen ist dass eine der letzten UserStorys nicht vollständig umgesetzt wurde. Aber das hab ich eh gleich. Da ist eh nur ein IF* anzupassen.“ Die Story ist seit Wochen produktiv. Soviel zum Thema Abnahmetests.
Bei den Worten „Eh gleich...“ breche ich in Angstschweiß aus und erleide einen „Des-is-a-Klanigkreit-Schlaganfall“. CvQ, der einfühlsamste Chef den ich je hatte, bemerkt die Schockwirkung und vermittelt die Wichtigkeit von dokumentierten Anforderungen: „Fordert es ein und seht es als eine Möglichkeit an, die Dinge jetzt richtig zu tun...“. Bumm, Zack so einfach geht das. „Seht es als Möglichkeit...“, ich liebe diese Komposition an Buchstaben. Kann man das übersetzen mit „Yes, we can“ oder ist das zu weit her geholt? Ist mein Boss ein weißer Obama? Ich werde das mal validieren! Oder ist das verifizieren?
Egal. Ich liebe agile Aufwandsschätzungen die lauten: „Des homma glei...“ und „Des ist eh nur...“.
Das erinnert mich daran wie ich letzte Woche eine UserStory getestet habe. Auf meinen Einwand das es dazu keine Testbasis (aka RFC-Dokument) gibt kontert die lebende Testbasis mit: „Des is eh nur a Klanigkeit...“. 49 Minuten und eine geschmeidige Abweichungen später war es wieder mal klar.
War doch nicht so klar, die Kleinigkeit.
*In der IF-Syntax (links oben) ist eine kleine Abweichung versteckt. Wer findet Sie?
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