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Donnerstag, 9. Dezember 2010

Q289: Tentative gilt nicht

Projektabschluss. Was sich so einfach anhört ist nicht immer so wie es sich anhört. Also seit nun mehr als einem Monat ist das Projektziel meines SAS70-Projekts erreicht: Wir haben einen SAS70-Report Typ II ohne Abweichung.

PMA-mäßig voll korrekt gehört das Projekt jetzt offiziell abgeschlossen. So mit Lessons Learned ausarbeiten, Folgeaktivitäten beschließen, Sekt trinken, Projektteam auflösen und bla bla bla bla bla bla bla bla.

Im Prinzip eh ganz leicht. Eh ganz leicht? Wenn ich diese Wortkombination schon höre. Eh ganz leicht.

Das Problem ist dass die Projektmitglieder schon voll in den nächsten Projekten versenkt sind. Und jetzt versuch einmal alle Teammitglieder zu einem Termin zu verhaften! Der geneigte Blogleser wird jetzt sagen: "Na und. Eh ganz leicht. Einfach mit dem firmenweiten Kollaborationstool einen Termin organisieren und die Sache hat sich."

Eh ganz leicht? Wenn ich dieses Bull-Shit-Bingo-Wort noch einmal verwende dann hau ich mir selbst eine Fotzn runter. Wo waren wir stehen geblieben? Ah ja, Termin vereinbaren. Der Projektmanager macht also das firmenweite Kollaborationstools auf, checkt die Verfügbarkeit der Teammitglieder (einer hat überhaupt keine Termine, einer hat alles voller Termine, einer lässt sich nicht in die Karten schauen uvm), verschickt einen Termin an dem laut Kollaborationstool alle verfügbar sind und wartet dann auf zusagen und absagen. Vielleicht zusagen (Tentative) gilt nicht, trotzdem verwenden das die Leute. Schon ein Meeting organisiert an dem alle „vielleicht“ Zeit haben? Natürlich alles rechtzeitig damit man darauf reagieren kann. Eh ganz leicht.

Eh ganz leicht? Da war doch was? Kaaaawummmm!

Wahhhhhhh!!!!!, die Brille hätte ich vorher noch abnehmen sollen!

Donnerstag, 22. April 2010

Q164: Dann eben wieder mal eXtrem-Klicki-Klicki!

Seit Wochen beschäftigt sich DLTB mit der PMA-konformen Projektplanung für das Kalenderprojekt, damit er die Projektkosten bestimmen kann. Ohne Projektkosten kein Projektauftrag, ohne Projektauftrag kein GO, ohne GO kein Kalenderprojekt. Fakt ist: Jetzt wo SAS70 angeht, muss professionelles Projektmanagement per unterschriebenen Projektauftrag und Projektplan nachgewiesen werden. Voll korrekt! Das freut den Deckungsbeitrag.

Der Ober-Fraggle ist da sehr genau. Das muss man ihm lassen, seine Planung hat Hand und Fuß. Jedes Arbeitspaket PMA-konform. Und das tolle daran ist: Er hat Arbeitspakete für das Testen berücksichtigt! Richtig gehört! Nix irgendwo implizit rein gepfreamlt um Kosten zu verschleiern, nein testen explizit als eigene Arbeitspakete. Endlich ein Projekt in dem testen schon im Vorfeld thematisiert wird. Testerherz was willst du mehr?  

Eines der Arbeitspakete ist die Erstellung des Testkonzepts. Nachdem im ersten Kalenderprojekt jeder neue Testzyklus ein  eXtrem-Klicki-Klicki (aka Arsch voll händischer Browsertests) war, muss ein Testautomationskonzept erstellt werden. In dem Fall ist geplant TOSCA anzuschaffen. Also nicht mit irgendwelchen OpenSource Tools mit Spatzen auf Kanonen schießen sondern klotzen statt kleckern. Daher sind in die geplanten Projektkosten die Anschaffungskosten fürs klotzen hinein geflossen. In weiterer Folge könnte damit das Testen unserer Web-Services auch automatisiert werden. So nach dem Motto: „Des haumma daun glei!(Q118).

Als ich vorgestern aus einem der berühmt berüchtigten SAS70-Abstimmungs-Meetings zurück komme, hält mir DLTB den unterschriebenen Projektauftrag unter die Nase. Ich denke mir Yippie. Zumindest bis ich das klein gedruckte ähhh geschriebene entziffere. Und was soll ich sagen? Scheiße, scheiße nochmals scheiße. Ich werde noch der neue Schimanski.











Digital Nativ II würde sagen: „Papa, scheiße sagt man nicht!“. Recht hat er. Aber in dem Fall lässt er es sicher gelten.

Donnerstag, 28. Januar 2010

Q104: Entgegnung gemäß Online-Mediengesetz 4711, §0815


Gemäß Online-Mediengesetz 4711, §0815 - Verzapfen von Blödsinn in Blogs - muss ich eine Entgegnung schreiben. Sobieski, auch bekannt als „Ich bringe über die interne Bridge alles zusammen was ich will! Auch eine Kursmanipulation an der Wallstreet!“, somit bekannt als technischer Missbraucher der weltweit größten Servicemanagement Plattform begehrt die Feststellung dass meine Behauptung, „schlechtester Kaffe wo gibt im Marx(Q99) nicht wahr ist. Recht hat er!

Vielmehr wahr ist, dass der kleine Espresso, wirklich einen feinen Abgang mit einer Bohnennote mit sich bringt, der mit dem T-Centro mithalten kann. Ich sage das nicht weil ich es muss, sondern weil ich mich selbst davon überzeugt habe. BigBoss und ich haben nämlich gestern im Marx bei einem kleinen Espresso die IST-Situationsanalyse und Kontextanalyse des SAS70 Projekts durchgezogen. Interessante Aspekte die da auf einmal betrachtet werden. Ich liebe agiles PMA! In 45 Minuten waren wir durch: Raus aus dem Heim, Rein ins Marx, Kaffee bestellt, Analysen durchgeführt, Kaffee verkostet, Schmäh geführt, Kaffee bezahlt, Projektauftrag inhaltlich vereinbart, Raus aus dem Marx, Heim in die gute Stube.

Beim Zurückkommen ist auf meinem Arbeitsplatz mahnend das Scrum-Herzal gestanden, was soviel heißt, löhnen wegen zu Spät kommen zu einer Scrum-Veranstaltung. Ich Idiot habe nämlich total auf‘s Daily-Scrum vergessen. Auch kein Problem: Im SAS70-Projektantrag gibt es den Kostenpunkt „Sachkosten“. Da versteck ich die 5 Euro drinnen. Wird schon dem Projectcontroller nicht auffallen…..ausgenommen er ließt dieses Blog. 

Übrigens: Der Kaffee ist wirklich nicht schlecht. Scheinbar hatte die Kaffeemaschine letztes mal nur einen schlechten Tag erwischt.

Übrigens, Übrigens:  Die neue Lage beträgt jetzt 52, oder anders ausgedrückt: Noch 11x ein Daily-Scrum spritzen und wir gehen WII kaufen.

Donnerstag, 21. Januar 2010

Q95: PMA meets Agility!


Im Februar soll das SAS70-Projekt starten. Ich habe beschlossen da voll in die PMA-Kiste zu greifen. Natürlich nur so weit es sinnvoll und wirtschaftlich vertretbar ist. Wobei, bei dem Umfang und der Komplexität darf es schon a bissal mehr sein. Grund genug nun mal Tacheles zu reden. Gestern war also mit dem Projektauftraggeber BigBoss und TheBoss Zeit dafür. BigBoss weil er das Geld dafür hergibt, TheBoss weil er die Zeit dafür hergibt. Sprich mich. 

Der BigBoss legt gleich los wie er sich das Ganze vorstellt. Vor allem der Teil Wirtschaftlichkeit, die Nichtvergoldung nach dem 80:20 Prinzip liegt ihm am Herzen. Und er zeichnet gleich auf einem karierten A4-Blattl das Nichtvergoldungsdiagramm auf.

Ich stoppe gleich mal seinen Elan und erzähle das ich das PMA-mäßig durchziehen will. So mit Projektantrag, Projektauftrag, Projektwürdigkeitsanalye, Kontextanalyse pmablablabla. TheBoss unterstützt mich mit einem: „Ja das sollten wir machen!“. Kurze Pause, unser Gegenüber schluckt, lehnt sich zurück und kneift die Augen zusammen. Ich denke mir: „Ui, i glaub des woar da foische Aunsautz!“ und will schon zurück rudern, da kommt vom Gegenüber ein „Ok, ihr zwa zertifiziertn Proketleita wauns de hoarte Tuur woids! Füa wos homma eich auf de Schui gschickt? Is Ok, daun noch Pe-Em-Aa, anzige Bedingung: Ollas nur im Wikki!“.  Kurze Zeit später haben wir uns auf die Eckdaten geeinigt. Der BigBoss nimmt sein Nichtvergoldungsdiagramm kritzelt das Datum drauf, definiert das wirtschaftliche Ziel mit zwei Punkten auf der Grafik und haut seine Kraxen drauf. Mit einem kurzen „So dei Projektauftrog!“ bekomme ich das Papier übergeben. Mir stockt fast der Atem, weil sein leise nach geworfenes „Proforma“ habe ich fast überhört.