Nachdem ich ja nicht mehr in Sachen Bereitschaft unterwegs bin, dachte ich mir Nachteinsätze wären gegessen. Im Bereich größte Service Management Plattform der ganzen Welt ist das natürlich so. Im Bereich Muffins Management nicht.
Digital Nativ I hat Geburtstag. Aus diesem Grund gibt es eine Muffinsparty in der Schulklasse. Das heißt, 48 Muffins müssen her. Aber nicht schnöde die Dinga kaufen, nein, Handarbeit ist angesagt. Meine Frau liebt solche Sachen. Nachdem es eine Überraschung wird, ist backen um Mitternacht notwendig. Meine Frau in der Küche, ich im Bett. Passt so. Frauen gehören in die Küche! Nein, das war ein Spaß, ich bin nicht SO EINER. Aber der war jetzt aufgelegt.
Also, ich im Bett und schon fast in der REM-Phase. Plötzlich legt Digital Nativ II los: „Wahhhhhhhhhh, Mami“. Alle Beruhigungsversuche meinerseits nützen nichts. Mami, muss her. Beruhigende Worte meiner Frau helfen auch nicht, kuscheln muss her.
War es früher die Plattform die nach mir schrie, sind es jetzt die Muffins. Oder besser gesagt meine Frau. „Schaaatz? Könntest du dich kurz um die Muffins kümmern? Die verbrennen sonst! Sind eh fast fertig!“ flüstert sie. Na schön, was tut man nicht alles für die Kinder und die liebe Frau. Scheiß auf die REM-Phase.
Die zwei Worte zwischen „Bin“ und „fertig!“ kommen mir spanisch vor. Woher kenn ich das? „Eine neue Bridge! Ka Problem, des is eh gleich fertig!“ – „Schnell den Upload-Bug-gefixt. Eh gleich fertig!“. Unwohlsein entsteht in der Magengrube. Während meine Frau mit dem Sohn kuschelt, geht ich auf Kuschelkurs mit dem Backofen und dem Muffinteig.
Ich also in die Küche um die restlichen Muffins fertig zu machen. Ist eh gleich erledigt. Denkste. Ganze 6 Muffins waren fertig. 48 minus 6 ist? Also: Teig in die Förmchen – Förmchen ins Wasserbad – Wasserbad in Backofen – Backofen zu – Backwecker einstellen auf 12 Minuten - warten. Eine kurze Hochrechnung ergibt dass ich die nächsten Stunden in der Küche verbringe. Eh gleich fertig! Von wegen!
Das ist eben der Unterschied zwischen Mann und Frau. Wenn ich sag ich bin gleich da, dann bin ich eh schon bei der Haustür. Wenn das meine Frau sagt, dann fährt sie gerade vom Arsch der Welt weg. „Gleich da“ sind dann eben 90 Minuten. Ist wie mit der Schönheit. Die liegt auch im Auge des Betrachters.
Während die Muffins also vor sich dahin backen, hole ich das Netbook raus und arbeite an meinem Blog. Irgendwann huscht meine Frau „nur kurz“ in die Küche ein Glas Wasser für den Sohnemann zu holen. Dabei macht sie, einen fatalen Fehler. Auf „Ich löse dich gleich ab!“ folgt ein „Aber keine Muffins essen, der Teig ist genau abgemessen und reicht gerade fürs notwendigste!“. „Kein Problem“ sag ich.
Von wegen „Kein Problem!“. Bisher nicht daran gedacht wie gut die Muffins schmecken könnten, ist es jetzt natürlich aus damit. Das ist wie: „Denken sie nicht an den grünen Frosch!“. Woran denkt man dann. Richtig. An das Storchenfutter. Mein Stammhirn rotiert und signalisiert „Muuuuuuuuuuuffins müssen her!“. Zwei Muffinsrunden kann ich mich gegen das Stammhirn wehren. Bei der Dritten ist es dann aus!
Abgezählt? Genau abgewogen? Kein Problem. Ich strecke einfach den Teig und gieße nicht soviel in die Förmchen. Ha, Q. du alter Wiffzack! Da sind sicher 3 Muffins für mich drinnen.
Nach 2 Stunden Küchendienst gehe ich endlich ins Bett. Mit 4 Muffins im Magen und stolz, meiner Tochter die Geburtstagsparty gerettet zu haben. Als ich meinen Kopf in den Polster bette höre ich eine leise Stimme. „Und? Wie haben die Muffins geschmeckt?“.
Ich antworte „Weiß nicht. War alles genau abgemessen!“ worauf als Antwort kommt: "Ja, ja. Und Morgen eierst dann wieder herum dass du fett wirst und der Neopren nicht mehr passt!".
Recht hat sie. Ab Montag gehe ich dann wieder viel laufen, schwimmen und Rad fahren,. Außerdem schränke ich mich auch fresstechnisch ein!".
Ab Montag aber erst.
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Donnerstag, 24. Juni 2010
Montag, 7. Dezember 2009
Q56: Was! Kein Google-Ray? Das kann nicht mein Kind sein!
So, jetzt kommt ein Neuer in Spiel. Nämlich der Partner von BvB, sozusagen der 2. BvB. Nachdem die Bezeichnung beim gelobten und gepriesenen Blog-Leser aber Irritationen hervorrufen würde, nennen wir in einfach: CEO (aka Chief Expansion Officer). BvB ist dafür zuständig das unser Produkt ständig verbessert wird, CEO ist dafür zuständig dass jeder unser Produkt kennt und es haben will.
Zur Zeit wandelt CEO auf den Spuren von Christoph Columbus und führt uns aus der alten in die neue Welt. Kam der Genueser 1492 vorerst nur bis San Salvador so kann CEO schon einen Schreibtisch im Silikon Valley vorweisen. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten müssen dann aber andere Kuchen gebacken werden, so unser Columbus beim heurigen Kick-Off. Die Vision lautet: „die-sich-selbst-Installierende-sich-selbst-konfigurierende-Bridge“. Denn ohne diese EIWOMIS (aka Eier legenden Wollmichsau), gibt’s drüber-dem-Teich nur Babyschritte in Richtung 1K-Bridges in 3 Jahren. Weil wie sagt CEO? „Wäu nur so dablos de Amis!“, also werden wir die Amis mit einer technologischen Schweine-Grippe (aka Bridge-Flu) überziehen.
So weit so gut. Am Donnerstag hatten wir die Präsentation unserer Winterrelease im Museumsquartier. Im Teil 1 zog CEO alle Register. Volle Kanne Youtube-Videos und Web 2.0. Dafür wurde er von mir bereits für einen Q.Oscar nominiert.
In seiner Präse machte er uns mit Leuten bekannt die mit Youtube, Twitter, Facebook und Co. aufwachsen, nämlich den Digital Nativs und dem Gegenteil davon, den Digital Immigrants. Letztere glauben Youtube ist eine neue Zahnpasta und Facebook einer neuer Bildband von Helmut Newton. Digital Natives sind Personen die nach 1980 geboren sind und das kommende Zeitalter beherrschen werden.
Ich habe zwei so digitale Eingeborene selbst gebastelt, deren Wünsche nach Bits & Bytes und Elektronik die Brieftasche von Q. leer fegen. S. meine 7. jährig Tochter besitzt bereits ein Handy, einen Nitendo DS, ein Notebook und stellt auf Youtube ihre Videos aus. Natürlich nicht ohne das meine bessere Hälfte darüber wacht wo sie surft und mit wem sie chattet. Ihre mit GIMP erstellten Kollagen verkauft sie über ihren Webshop, auf dem nur Zahlung per Pay-Pal möglich ist. Ich kaufe dort manchmal ein um ihren Geschäftssinn zu fördern. Auf Twitter hat mich meine Tochter aufmerksam gemacht. Sie hat mir die Vorteile von IPOD und iTunes vermittelt. Zu Geburtstagen bastelt sie Videogrüße die sie mit ihrer Digitalkamera dreht und am Notebook mit Effekten hinterlegt. Das wird ihre nächste Einnahmequelle.
Und die Digitale Evolution geht weiter. Freuen sich jetzt noch werdende Väter beim Ultraschall wenn der Arzt das Geschlecht des Nachwuchs bestimmen kann so wird das im Jahr 2200 anders sein. Da wird der Arzt dann feststellen ob der Nachwuchs mit einer USB 16.0-Schnittstelle oder mit Bluetooth zur Welt kommt. Und wenn er erklärt das der Popsch vom Nachwuchs nur Blue-Ray DVD's abspielen kann fragt sich der Papa ob das Kind wohl ein Kuckucksei ist, kann doch er selbst bereits den Blue-Ray-Nachfolger Google-Ray zwischen seinen Backen abspielen.
Übrigens. Das Netbook auf dem ich diese digitalen Zeilen schrieb gehört meinem Sohn. Und der ist 4 Jahre alt.
Zur Zeit wandelt CEO auf den Spuren von Christoph Columbus und führt uns aus der alten in die neue Welt. Kam der Genueser 1492 vorerst nur bis San Salvador so kann CEO schon einen Schreibtisch im Silikon Valley vorweisen. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten müssen dann aber andere Kuchen gebacken werden, so unser Columbus beim heurigen Kick-Off. Die Vision lautet: „die-sich-selbst-Installierende-sich-selbst-konfigurierende-Bridge“. Denn ohne diese EIWOMIS (aka Eier legenden Wollmichsau), gibt’s drüber-dem-Teich nur Babyschritte in Richtung 1K-Bridges in 3 Jahren. Weil wie sagt CEO? „Wäu nur so dablos de Amis!“, also werden wir die Amis mit einer technologischen Schweine-Grippe (aka Bridge-Flu) überziehen.
So weit so gut. Am Donnerstag hatten wir die Präsentation unserer Winterrelease im Museumsquartier. Im Teil 1 zog CEO alle Register. Volle Kanne Youtube-Videos und Web 2.0. Dafür wurde er von mir bereits für einen Q.Oscar nominiert.
In seiner Präse machte er uns mit Leuten bekannt die mit Youtube, Twitter, Facebook und Co. aufwachsen, nämlich den Digital Nativs und dem Gegenteil davon, den Digital Immigrants. Letztere glauben Youtube ist eine neue Zahnpasta und Facebook einer neuer Bildband von Helmut Newton. Digital Natives sind Personen die nach 1980 geboren sind und das kommende Zeitalter beherrschen werden.
Ich habe zwei so digitale Eingeborene selbst gebastelt, deren Wünsche nach Bits & Bytes und Elektronik die Brieftasche von Q. leer fegen. S. meine 7. jährig Tochter besitzt bereits ein Handy, einen Nitendo DS, ein Notebook und stellt auf Youtube ihre Videos aus. Natürlich nicht ohne das meine bessere Hälfte darüber wacht wo sie surft und mit wem sie chattet. Ihre mit GIMP erstellten Kollagen verkauft sie über ihren Webshop, auf dem nur Zahlung per Pay-Pal möglich ist. Ich kaufe dort manchmal ein um ihren Geschäftssinn zu fördern. Auf Twitter hat mich meine Tochter aufmerksam gemacht. Sie hat mir die Vorteile von IPOD und iTunes vermittelt. Zu Geburtstagen bastelt sie Videogrüße die sie mit ihrer Digitalkamera dreht und am Notebook mit Effekten hinterlegt. Das wird ihre nächste Einnahmequelle.
Und die Digitale Evolution geht weiter. Freuen sich jetzt noch werdende Väter beim Ultraschall wenn der Arzt das Geschlecht des Nachwuchs bestimmen kann so wird das im Jahr 2200 anders sein. Da wird der Arzt dann feststellen ob der Nachwuchs mit einer USB 16.0-Schnittstelle oder mit Bluetooth zur Welt kommt. Und wenn er erklärt das der Popsch vom Nachwuchs nur Blue-Ray DVD's abspielen kann fragt sich der Papa ob das Kind wohl ein Kuckucksei ist, kann doch er selbst bereits den Blue-Ray-Nachfolger Google-Ray zwischen seinen Backen abspielen. Übrigens. Das Netbook auf dem ich diese digitalen Zeilen schrieb gehört meinem Sohn. Und der ist 4 Jahre alt.
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