Bahnhof Wien Mitte. Ein Touristenpärchen studiert den Fahrkarten-Automat der ÖBB. Nachdem ihnen die Hilflosigkeit ins Gesicht geschrieben steht, entschließe ich meine Hilfe anzubieten. Was soll schon schief gehen? Ich bediene ja das Gerät mindestens einmal im Monat.
Die Beiden entpuppen sich als Amis. Fein, kann ich gleich a bissal Englisch üben. Normalerweise starte ich jede Englischkonversation mit „Well now…“. Damit schalte ich mein Gehirn in den „Englisch Modus“, das hat mir meine Englischlehrerin als Trick mitgegeben. „Well now…“ brauch ich in dem Fall nicht, jetzt schalte ich in den „Englisch Modus“ mit „May i help you?“. Geht auch.
Ich denk mir, die Beiden wollen zum Flughafen, d.h. dass habe ich im kleinen Finger. Doch erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Die wollen nach „Garrwöinsl“. Scheiß wo wollen die hin? „Garrwöinsl“ entpuppt sich dann als Gaweinstal.
Nach 3 Minuten geht’s mir wie den Beiden. Ich bin verloren in den Tiefen der verschiedenen Zielbahnhöfen, Zonen, Strecken und Teilstrecken. Aber alles kein Problem, lacht mich doch ein Button mit der Aufschrift „Information“ an. Das muss die Helpfunktion sein. Doch statt einer Kontextsensitiven Hilfe bekomme ich den Kontextsensitiven Scheißhinweis: „Bitte wählen“. Aber zumindest in vier verschiedenen Sprachen wendet sich die ÖBB an ihre frustrierten Kunden. Das nenne ich Kundenservice, dass muss man den Frühpensionisten mit 42 schon lassen.
Irgendwann kommen wir endlich dazu die amerikanische Mastercard ins Spiel zu bringen und was passiert? Irgendein Systemupdate haut die Transaktion zusammen und der Automat geht auf „Außer Betrieb“. Die beiden armen Schweine glauben sicher sie sind bei der versteckten Kamera, halte ich doch den ganzen Vorgang fototechnisch mit dem Handy fest. Alles Beweise für mein Blog!
In dem Moment als die Fahrkarten-Gurke wieder hochkommt, fährt mein Zug ein und ich muss mich vertschüssen. Nicht ohne mich vorher noch für die ÖBB zu entschuldigen und „good luck“ zu wünschen.
Ob die ÖBB schon mal was von Usability Tests gehört hat?
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Dienstag, 20. April 2010
Dienstag, 16. Februar 2010
Q123: Die Leiden des jungen Eskimos!
Gestern Rosenmontag, 10Uhr30 - beste Zeit um konstruktive Meetings abzuhalten – KillBill hat zum Wünsch-Dir-Was-Meeting für CallDetailRightFrame geladen. Es gilt zu klären welche Funktionalität noch in 13 StoryPoints hinein passt. Was heißen soll: „Was wird noch im letzten Sprint an Funktionalität umgesetzt?“.
Blöd ist nur dass das Thema Funktionalität ganze 120 Sekunden lang am Tisch und dann beim Fenster raus ist. Denn die ganzen Geier stürzen sich auf das Thema Usability. Wen interessiert die Funktionalität wenn die Tab-Ecken rund und die Menürundungen eckig sind? Wen interessiert die neue Defaultfunktionalität wenn die alten Buttons weg sind? Und da wiederum fahren die Amig[a,o]s, die kein eXtremKlicking beim Administrieren wollen andere Geschütze auf als TheFox, dem wiederum allein stehende, leere Upload-Tabs beim Callopen den Tag versauen.
Ich verbrüdere mich mit Meister Reinecke weil ich mir bei einem leeren Tab die ganze Zeit denke: „Ist die Seite schon fertig aufgebaut oder hat‘s irgendwo einen 500er-Error grissn den der Browser nicht mitbekommt!“. Das eXtremklicking geht Zweispurig an mir vorbei, weil auf das kommt es auch nicht mehr an. Die Vorteile(meine: „Des is sche!“) wiegen die Nachteile(der anderen: „Bah, des is aufwändig!“) auf. TheFox hat beim VBC-Seminar „Wie verkaufe ich dem Eskimo einen Kühlschrank obwohl der eine Standheizung für den Eskimoschlitten braucht?“ aufgepasst und zieht alle Register. Sogar TheBoss muss unter Eid aussagen. Trotzdem lassen sich die anwesenden Eskimos nicht über den Tab ziehen. Nach 120 Sekunden Funktionales-Gequatsche und 5400 Sekunden Usability-Gequatsche sind die Anwesenden genau so klug wie vorher. Will heißen da muss noch ein Meeting her. Am Veillchendienstag geht’s weiter. Da will dann TheFox den Eskimos Streusplit verkaufen.
Blöd ist nur dass das Thema Funktionalität ganze 120 Sekunden lang am Tisch und dann beim Fenster raus ist. Denn die ganzen Geier stürzen sich auf das Thema Usability. Wen interessiert die Funktionalität wenn die Tab-Ecken rund und die Menürundungen eckig sind? Wen interessiert die neue Defaultfunktionalität wenn die alten Buttons weg sind? Und da wiederum fahren die Amig[a,o]s, die kein eXtremKlicking beim Administrieren wollen andere Geschütze auf als TheFox, dem wiederum allein stehende, leere Upload-Tabs beim Callopen den Tag versauen.
Ich verbrüdere mich mit Meister Reinecke weil ich mir bei einem leeren Tab die ganze Zeit denke: „Ist die Seite schon fertig aufgebaut oder hat‘s irgendwo einen 500er-Error grissn den der Browser nicht mitbekommt!“. Das eXtremklicking geht Zweispurig an mir vorbei, weil auf das kommt es auch nicht mehr an. Die Vorteile(meine: „Des is sche!“) wiegen die Nachteile(der anderen: „Bah, des is aufwändig!“) auf. TheFox hat beim VBC-Seminar „Wie verkaufe ich dem Eskimo einen Kühlschrank obwohl der eine Standheizung für den Eskimoschlitten braucht?“ aufgepasst und zieht alle Register. Sogar TheBoss muss unter Eid aussagen. Trotzdem lassen sich die anwesenden Eskimos nicht über den Tab ziehen. Nach 120 Sekunden Funktionales-Gequatsche und 5400 Sekunden Usability-Gequatsche sind die Anwesenden genau so klug wie vorher. Will heißen da muss noch ein Meeting her. Am Veillchendienstag geht’s weiter. Da will dann TheFox den Eskimos Streusplit verkaufen.
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Freitag, 25. Dezember 2009
Q73: Usability, what else
Mein Digital Nativ I hat zu Weihnachten natürlich Dinge vom Christkind bekommen die einem DN gerecht werden. Die Installation des abgefahrenen Grafiktablets hab ich mir nicht nehmen lassen. Erste Usabilitytest waren erfolgreich. Sogar die Fehlermeldungen sind brauchbar.
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Samstag, 31. Oktober 2009
Q27: Die Jungs sind spitze!
Morgen ist es wieder soweit. Um 20:15 auf ORF 1 rettet John McClane (aka Bruce Willis) wieder einmal die Amis. Demis Ex-Gatte rasselt, wie schon in Teil 1,2,3 als fast Unbeteiligter in Kalamitäten. Dieses mal geht's um Cyberterroristen.
Ich liebe die Filme in den der geneigte Zuschauer mitbekommt wie Sicherheitssysteme gehackt werden. Die Usability-Spezis greifen da immer in die Vollen. Fehlermeldungen so groß wie ein 30 Zoll Screen, kurz und prägnant: "ACCESS DENIED".
Und dann kommts. Der Hacker fängt an zu hackeln. Und dann dauert es nicht einmal den Bruchteil eines Werbespots und es erscheint "ACCESS GRANTED". Bumm, Bäng. Die Jungs sind Klasse.
Meine Top 3:
Ich frag mich dabei die ganze Zeit: "Sind die wirklich so gut, oder haben die Softwaretester einfach geschludert?"
Ich liebe die Filme in den der geneigte Zuschauer mitbekommt wie Sicherheitssysteme gehackt werden. Die Usability-Spezis greifen da immer in die Vollen. Fehlermeldungen so groß wie ein 30 Zoll Screen, kurz und prägnant: "ACCESS DENIED".
Und dann kommts. Der Hacker fängt an zu hackeln. Und dann dauert es nicht einmal den Bruchteil eines Werbespots und es erscheint "ACCESS GRANTED". Bumm, Bäng. Die Jungs sind Klasse.
Meine Top 3:
- (3.) Die Hard 4.0: Hacker Matthew Farrell (aka Justin Long) - Hackt sich mit seinem Handy in die NSA ein (siehe Morgen ORF 1, 20.15)
- (2.) Verhandlungssache: Paul Giamatti (aka Rudy Timmons) - der Kleinganove knackt innerhalb von Sekunden den PC von Inspector Niebaum. "Kein Problem, die Verwenden noch die alte Software!"
- (1.) Passwort: Swordfish: Stanley Jobson (aka Hugh Jackman) - der Superhacker hackt sich in die Weltbank ein. Mit einer Magnum am Kopf und einem zusätzlichem Erschwernis unter dem Tisch."Wauw, das war's!"
Ich frag mich dabei die ganze Zeit: "Sind die wirklich so gut, oder haben die Softwaretester einfach geschludert?"
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