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Freitag, 2. Juli 2010

Q208: Mission completed - Neue Lage 0!

Fortsetzung von Q207:

Pickerl-Tausch-Börse im Museums Quartier. Ich fühl mich wie die Maus im Käsefondue.

Neue Lage um 16Uhr30: Fossie 25, Ich 67, Beeble 2 (Haha) 

Zwischendurch kommen immer so arme Schweine die nur mehr ein Pickerl brauchen. „Haste 344?“ – „Wer bitte hat 92?“ – „Zwaaaaanzig, suche Zwaaaaaanzig. Tausche alle meine Pickerl gegen Zwaaaaanzig!“. Einer stellt sich auf den Tisch und brüllt: „Wer hat den Schweinsteiger?

Ich hasse die Typen die dich mit „Chef“ anreden. Aber noch mehr die mit einem unsortierten Packen daher kommen. Das zehrt an den Nerven. 

Neue Lage um 17Uhr00: Fossie 5, Ich 17, Beeble 2 (Haha)

Ich sage per Handy meinen Public Viewing Termin ab. Ich spür dass ich heute fertig werde. Wenn ich Glück hab dann noch vor Fossie. Ich hab einen Lauf.

Mein Nachbar springt auf und brüllt quer durch die Börse: „Feeeeertig! Hooooorst du Luusa. I bin fertig!“. Horst bricht fast weinend am Nachbartisch zusammen. Wohl eine Panini-Rallye?

Neue Lage um 18Uhr00: Fossie 2, Ich 5, Beeble 2 (Haha)

Ich bin gut im Rennen. Fossie hat ein Problem mit der englischen Innerverteidigung. Die ist scheinbar künstlich verknappt.

Um 18:30 fehlt mir nur mehr 571, 439 und 287. Ich sitze Fossie im Nacken. Ein Knirps, der die Gesetze des Marktes kennt bietet mir die Objekte meiner Begierde für 10 Euro an. Ich bin ein Ehrenmann und schicke den Kleinen zum Teufel. Außerdem wäre so der Geist der Rallye im Arsch. 

Um 18:42 pflanzt sich Fossie vor mir auf, hält mir Rio Ferdinand und John Terry vor die Nase und grinst mich blöd an: „Lutschkopf – Sockenwaschen ist angesagt!

Neue Lage um 19Uhr30: Fossie 0, Ich 1, Beeble 2 (Haha)

Mir fehlt nur mehr 571, Sergio Busquets, Mittelfeld Barcelona. Um 20:00 gebe ich auf. Das wird heute nix mehr. Fortuna ist schlafen gegangen.

Beim Weg zur U-Bahn komme ich an der Boccia-Bahn bei einer Mini-Pickerl-Börse vorbei. Einmal versuch ich es noch: „Hat einer von euch 571?“.

5 Minuten später steig ich in die U-Bahn ein. In der linken Hand hüte ich Sergio wie meinen Augapfel und denke an das Sprichwort das lautet: „Das Glück is a Vogerl!“.

Beeble wird Socken waschen. Mission completed.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Q206: An sein Haut ließ er nur Wasser und Clerasil, sonst nichts!


Heute um 12:30 erhalte ich eine SMS von Beeble. Beeble ist einer meiner Panini-Kumpels und heißt eigentlich Raimund. Beeble in Anlehnung an Zaphod Beeblebrox, dem Präsidenten aus der Hitchhickers Guide. 

Beeble, Kollege aus der Footballzeit nahm den Sport und den Muskelaufbau damals sehr ernst. Doch statt es mit Müsli und grünen Salat zu versuchen hat er sich den einen oder anderen Pangalaktischen Donnergurgler (Steroide in Form eines Bullenmasthormons) rein gehauen. Dazu Mamas Schmalzbrote.

Die Donnergurgler, die Zutaten wurden in der Nähe von Tschernobyl geerntet,  sorgten für Hautunreinheiten der ganz argen Sorte. Sein ganzes Geld ging für Clerasil, Steroide und Pickelpflaster drauf.

Die Schmalzbrote sorgten dazu dass das Gewicht in Form von Fett und nicht in Form von Muskeln aufgebaut wurde. Trotzdem kommt ein Ballträger nicht durch ein Loch in der Offenseline in dem ein 130kg Clerasiljunkie die Sonne verdunkelt. 130kg sind 130kg sind 130kg, egal ob aus Fett oder aus Muskeln.   

Einige Hautunreinheit im Nacken wurden so groß dass wir der Meinung waren dem wachsen jetzt zusätzliche Köpfe. Wer Zaphod Beeblebrox kennt, weiß jetzt warum ich ihn so nenne. Die Antwort auf seine Frage: „Und is scho klana?“ haben wir immer beantwortet mit: „Jo, a bissal! Trotzdem soidast mea Klerasü und a Pflosta drauf tuan!“. 

Jahre später kam bei einem Test heraus, dass seine Zappelphillips, die er einmal zur Zeugung von Beeble junior braucht, nicht mehr zappeln. Die Donnergurgler haben ihr Werk getan. Ja, ja. Rechtzeitig drauf schaun das mas hot wau mas braucht.

Apropos rechtzeitig. Jetzt hat Beeble abgespeckt isst nur mehr Müsli und grünen Salat, hat eine Ironman-Bestzeit von unter 11 Stunden und entzückende Zwillinge in die Welt gesetzt.  Sein Körperfettanteil liegt bei ungefähr 12%, das ist etwa die Hälfte von meinem.

Well now, Beeble ist jetzt in die Szene eingeführt. Den Rest der Story gibt’s im nächsten Post.

Dran bleiben…

Dienstag, 29. Juni 2010

Q204: KillBill steigt ins Panini-Business ein!

Schön langsam wird’s eng. In zwei Wochen muss mein Panini-Album voll sein. Neue Lage 133, d.h. mir fehlen noch 133 Pickerl. Jetzt ist Flexibilität gefragt, weil der Markt enger wird. Hört sich nach neoliberalen Gequatsche an, aber es stimmt.

Die Regeln der Panini-Rallye dürfen zwar nicht verletzt werden, aber ein bissal das Gesetz interpretieren ist jetzt angesagt. KHG darf Gesetze zu seinen Gunsten auslegen, also darf ich das auch.

Regel 3 lautet: Es dürfen keine offenen Bilder gekauft bzw. als Geschenk angenommen werden. Offene Bilder dürfen nur getauscht werden.

Bei der Panini-Rallye, die ich mit meinen Kumpels spiele, gibt es eine ausgeklügelte Punktewertung. Wer z.B. eine Teamseite als erster voll hat bekommt einen Punkt, das komplette Team (aka 2 Seiten) bringt 5 Punkte.

Im Panini-Business müssen Win-Lose-Situationen geschaffen werden, oder besser gesagt: „Arjen Robben“ muss endlich her. Dann hab ich nämlich Holland komplett und ich hätte fünf Zusatzpunkte am Konto (ich also WIN, meine Kumpels LOSE).

Freitag suche ich also mein Glück bei der Tauschbörse im Huma. Meine Gegenüber, Typ Metro-Sexueller-Möchtegern-Beckham-Arztsohn. Und ich dachte immer Pickerl sammeln tut nur das gemeine Fußvolk.

Den kurzen internationalen Panini-GrußNeue Lage?“ erwidert er mit: „Drei“. Ui, das wird eng. Na ja vielleicht hab ich Glück und er braucht einen meiner unzähligen doppelten Franzosen oder einen meines 6x vorhandenen Fernando Torres. Aus jedem 5ten Packerl grinst mich die Rotbacke an. Obwohl der den Deutschen 2008 den EM-Sieg vermasselt hat, ich kann den Arsch nicht mehr sehen.

Ich check sofort die Holländer. Und? Ja, Robben dabei. Mein Problem, der Typ braucht keinen meiner Franzosen, geschweige denn irgendeinen anderen. Den Torres hat er selbst 4x.

Na gut dann eben nicht. Ich stürze mich auf die anderen Pickerl-Dealer. Nach einer Stunde ist meine neue Lage: 103 und ich komplettiere Frankreich und Chile. Zwar keine Punkte ergattert, aber 30 Pickerl auf der Haben-Seite.

Gestern komm ich vom Mittagessen zurück liegt der Robben auf meiner Tastatur. Eine Umfrage ergibt dass KillBill den für mich aufgetrieben hat obwohl sie gar nicht sammelt. KillBill und Pickerl sammeln? Nie im Leben.

Nun habe ich aber das Problem dass ich den nicht geschenkt nehmen darf (Regel 3). Ich brauche aber endlich einen WIN. In dem Fall heißt es einfach KHG spielen und die Gesetze zu meinen Gunsten interpretieren.

Und wie das Ganze? Ganz einfach. KillBill bekommt im Gegenzug einen Franzosen von mir und schwört dass sie zum sammeln anfängt. D.h. damit haben wir getauscht. Ein Pickerl gegen eine anderes. Das ist also kein Geschenk. Ich kann natürlich nichts dafür wenn sie ihren Schwur bricht.

Aber vielleicht kommt sie noch auf den Geschmack und fängt auch zum sammeln an. Ich schenke ihr dann einen Fernando Torres.

Montag, 24. Mai 2010

Q182: Jetzt hab ich den Arsch 3 mal!

Wollte heute eine Runde xGolf spielen und einen möglichen Kurs für die xGolf-Challenge-2010 abstecken. Nachdem aber Digital Nativ II die Feuchtblattern hat, und somit der Spielkamerad für Digital Nativ I ausfällt, musste der Qualitäts.Beamte als Spielkamerad einspringen. Nix also mit xGolf.

So also waren wir im Prater SEGWAY fahren. Besser gesagt, meine Tochter ist gefahren und ich bin daneben gelaufen. „Papa, lauf schneller, ich will schneller fahren!“. „Schatz fahr langsamer, ich kann nicht mehr!“. „Papa, schneller!“. „Schatz, langsamer! Hechlllllll, hechllllll…“.

Eigentlich wollten wir uns zwei dieser Fahrzeuge nehmen. Aber nachdem meine Tochter bei den ersten Versuchen ziemlich unsicher war, dachte ich mir ein SEGWAY tut’s auch. Sicher ist sicher. Nach 5 Minuten ist der Zwerg aber schon gefahren wie ein alter Zwerg. D.h., Zwerg brettelt die Prater Hauptallee runter, ich hetz daneben her. Weil sicher ist sicher. 30 Minuten laufen im Kraftausdauerbereich wären ja OK. Blöd nur dass ich bereits um 07:00 eine Stunde laufen war.

Um 15:30 war dann Schluss. Ich tutto kompletto fertig, sind doch Sneakers mit Einlagen nicht die beste Grundlage für eine Laufeinheit.

Zu Belohung gab’s beim Billa am Flughafen Pickerl-Time. D.h., hinein zum Billa, 10 Packungen Panini Pickerl kaufen und Himmel hoch jauchzend oder zu Tode betrübt sein. Der Inhalt der Packerln entscheidet ob es ein guter oder ein schlechter Tag wird. 

Heute war ein schlechter Tag. 50 Pickerl, davon 27 doppelt. Mein neuer Freund ist die Nummer 593, Tranquillo Barnetta. Den hatte ich noch nicht. Jetzt hab ich ihn 4x. Einmal für’s Album, 3x zum tauschen. Na ja, darum geht’s ja eigentlich.

Morgen von 08:00 bis 09:30 ist Englisch mit Yolanda angesagt. Aus diesem Grund nehme ich den 07:06er Zug. Der 07:06er ist eine wahre Pickerl-Tauschbörse. Um die Zeit fahren nämlich nur Schüler.

Da werde ich dann die Nummer 593 anbringen. Oder auch nicht!

Dienstag, 27. April 2010

Q168: Schaaaaatz ich hab Rooney und Messi!

Los geht’s! Die Jagdsaison ist eröffnet. Worauf Jagd gemacht wird? Pickeeeeeeeeeeeeeeeeerln. Paniniiiiiiiii Pickerln. Die Fußball WM 2010 steht ins Haus. Jetzt wo ich zwei Kinder habe, kann ich ja sagen „Ich sammle für meine Kinder!“. Männer lesen den Playboy ja auch nur wegen der Witze, und die FPÖ hat auch nie einer gewählt.

Welcher Spieler ist wohl diesmal die Arschkarte? Also die Karte die in jedem zweiten Packerl drinnen ist. Jener Spieler den jeder Paninisti kennt, obwohl dieser kein Superstar ist. Ich schätze es ist die Nummer 3 von Honduras.

Superstars sind nämlich eher selten vertreten. Das von jedem Spieler die gleiche Anzahl Pickerl in Umlauf kommen, bezweifle ich. Da handeln die Typen in Modena gemäß dem Prinzip: „Künstlich rar machen und Nachfrage generieren“.    

Angeblich kann es nicht vorkommen dass ein Spieler einen zweifach Auftritt in einem Sackerl hat. Grund dafür ist eine in Seibersdorf entwickelten Sortiermaschine die dieses verhindert. Technologie aus Österreich. Genau so wie die Maschine die Mozartkugeln einlegt und gewährleistet, dass jede Mozartkugel in der Packung mit dem Gesicht nach oben liegt.

Umgerechnet kostet ein Bild 10 Cent. Im besten Fall, und den gibt’s nicht, brauchst du für die 633 Pickerln 63,30 Euro. Eine Studie geht davon aus, dass ein Paninisti im Schnitt 134.- Euro für ein Album ausgibt. 134 Euro für ein Album voller Fußballer, dass danach keiner mehr anschaut. Das ist krank!

Aber darum geht’s ja nicht. Es geht um den Jagdinstinkt des Mannes. Vor 10000 Jahren ist der Mann nach erfolgreicher Jagd nach Hause gekommen und brüllt in die Höhle hinein: „Uaaggh jimppf jmmut korg*“. Und heute? Der gestresste Manager kommt heim und brüllt: „Schaaaaatz ich hab Rooney und Messi!! Leider auch diesen scheiß Hondurianischen 3. Tormann zum 8. mal! Was soll’s, lass uns feiern!“.

Beim „Pickerl sammeln“ herrschen zwei eiserne Gesetze:
  • Ausgepackte Bilder dürfen nicht gekauft oder verkauft werden.
  • Nach dem Finale darf nicht mehr geklebt werden (Aschenputtel Prinzip – and after midnight, the horse turn into a pumpkin)
2008 sind mir, ähh ich meinte meinen Kindern, 135 Pickerl übrig geblieben und 7 Stück haben gefehlt. Mein Ladenhüter ähhh ihr Ladenhüter war Martin Hiden. Den Arsch hatten sie 13 mal.

So, ich reiß jetzt das erste Packerl für meine Kinder auf. Die können es nämlich nicht mehr erwarten.

*Ich habe einen Säbelzahntiger erledigt. WIr haben für die nächsten 3 Monate zu essen.