05:02 – irgend etwas weckt mich. War das mein Handy? Bei meinem alten Handy war eine SMS nicht zu überhören. Da war Bonanza eingestellt, und der Klingelton (aka SMS-Ton) hat dich aus dem Bett, besser gesagt aus Brakke, heraus getrieben. Bei meinem neuen Handy ist es anders. Der Ton den ich kurz vor dem Schlafen gehen eingestellt habe, entpuppt sich als Rohrkrepierer. Hat zwar den klingenden Namen „Revolution“, aber der treibt keine Sau hinter dem Ofen hervor. Und wer die Sau nicht treiben kann der treibt auch keinen Bereitschaftshabenden. Beim Testalert hat er sich zwar nach mehr angehört, aus dem Schlaf reißt er dich aber nur durch Zufall. So auch jetzt.
Also. Ein Blick auf das Handydisplay sagt mir: Ein Tunnel ist eingestürzt. Zeit ihn wieder auf zu bauen. Der Leitstand pfeifft mir aber etwas. Das Notebook meldet sich mit „Generic Loaderror“ und alles was blinken kann blinkt. Sch§$§$, was ist das? Das kann ich jetzt am wenigsten brauchen. Ok, in der Ruhe liegt die Kraft. Notebook rebooten, das Ding pfeifft wieder. Ich habe ziemliche Verbindungsprobleme. Die Fensterjalousie 3 cm weiter oben oder unten entscheidet über „Sein oder nicht sein“. Nach 5 Versuchen ist „sein“ angesagt. Das Handy zeigt 05:10 an, Nagios nichts was mich beunruhigen würde.
Da meldet sich mein Handy mit der Revolutionsfanfare:
OK(XX IPSec Check ...):HTTP/1.1 2001534 bytes in 0.0345 Sekunden)
Das ist die SMS die 2 Minuten nach einem Alert kommt wenn sich das Service von selbst gefangen hat. Hätte ich also vier Minuten länger an der Matratze gelauscht, hätte ich nicht einmal diese verlassen müssen. Da fällt mir der Ratschlag eines Fraggles ein: „Imma drei Minutn zeitvarzögat reagiean. Wäu meistns kummt daun scho de Endwaurnung!“. Na ja, man (aka ich) lernt nie aus!
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Dienstag, 12. Januar 2010
Montag, 15. Juni 2009
Q8: Connectiontest@THALIA.Wien Mitte
Freitag, 12.Juni 2009. 18:15 Bahnhof Wien Mitte - eigentlich wollte ich mit dem 18:17er nach Hause fahren.Es war aber wieder das Gleiche wie die letzten Tage. Im 2 Minutentakt erzählt mir die Anzeigetafel das der Zug Verspätung hat. Nach 15 Wiederholungen (Endlosschleife?) reicht's mir. Wenn die gleich geschrieben hätten das die Gurke 50 Minuten Verspätung hat, wäre ich schon längst auf einen Kaffee im Thalia.
Setz ich mich halt erst nach 30 Minuten in Bewegung. Im Thalia-Cafe fällt mir ein, dass ich heute von H. das Bereitschafts.Survivalpack (aka Notebook, Netbook, Handy, Bachblüten-Notfalltropfen....) übernommen habe.
Ich packe das Netbook aus und versuche gleich einmal ob ich damit auch im Thalia arbeiten könnte. Es könnte ja sein das mir unser Brasilianischer Abwehrspieler am Montag ein Tor schießt wenn ich beim Thalia um 18:30 auf den 18:17er warte.
Ich schließe das Modem an, bohre einen VPN-Tunnel über die Landstraßer Hauptstraße in die Heart of Gold und registriere mit Wohlwollen den blinkenden Cursor, der am Ende der Nachricht "Connection established" unmotiviert vor sich dahin blinkt.
Am Tisch neben mir sitzt ein Typ mit einem Notebook der die Größe einer Plakatwand hat und turtel mit seiner Frau rum. Die müssen frisch verliebt sein denke ich.
Aber was soll's. Ich widme mich wieder meinem Loch in der Wiener Unterwelt und vernehme so nebenbei von der Freundin/Frau/was auch immer die Wortfetzen "... so klein und darf schon zum Thalia ...". Nebenbei registriere ich eine Kopfbewegung in meine Richtung.
Während ich darüber nachdenke, ob sie das Netbook oder mich meint sagt mir ein Blick auf meine Polar: "19:19 - Verdammt, der 19:17er ist jetzt auch weg! Weil jetzt war er sicher pünktlich!".
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