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Sonntag, 10. Januar 2010

Q86: Wer hat da nicht für Nachschub gesorgt?


Skiff, ein New Yorker Unternehmen, hat gemeinsam mit LG ein Lesegerät für elektronische Zeitungen auf den Markt gebracht. Der Ersatz für die gute alte Zeitung ist auf einer Metallfolie aufgebracht, was soviel bedeutet wie: Ist biegsam. Biegsam, damit es mehr einer Zeitung gleich kommt. Soll da der Haptik ein Schnippchen geschlagen werden? Der „eReader“ soll damit den Untergang der Zeitung einleiten.

Auf das neue Ding passen mehr als 4000000 Zeitungsausgaben. Wer ließt soviel Zeitungen, geschweige denn hebt sich so viele auf? Für eine Zeitung mit 7,5mm Dicke braucht Ottonormalverbraucher 24 Stunden um alles zu lesen. Auf Liechtenecker.at wird die Frage gestellt: "Lest ihr noch Zeitung?". Ich gehe es anders an und stelle die Frage: "Was kann ich mit dem eReader machen was ich mit der guten alten Zeitung machen kann?".

Kann ich damit:
  • den Hamsterkäfig auslegen?
  • der Fliege, die mich seit 10 Minuten ärgert, den Garaus machen?
  • die nassen Laufschuhe ausstopfen?
  • meinen Kopf schützen wenn ich das Vorzimmer ausmale?
  • einen Papierflieger für meine Kids falten?
Ok, das eine oder andere kann ich mit dem Ding auch. Was dabei raus kommt will ich mir aber nicht vorstellen.

Zum Abschluss aber die Frage der Fragen. Nein, nicht die Frage nach „life, the universe and everything“, sondern die elementarste aller Fragen:

Der geneigte Blogleser sitzt auf der Toilette und liest Zeitung. Da komme er/sie drauf das der jetzt wichtigste Gebrauchsgegenstand nicht ausreichend vorhanden ist. Was würde er/sie sich da eher wünschen: Die gute alte Zeitung oder das Ding? Möge die Vorstellungskraft wieder einmal Selbstmord begehen.

Donnerstag, 12. November 2009

Q37: Google findet alles

Q. sucht Informationen zum Thema „kompatibilitäts Tests“. Meine hinter mir ruhende Buch-Bibliothek spuckt natürlich a bissal was dazu aus, trotzdem werfe ich zuerst einmal die Weltumspannende Datenkrake Google an.

Ich gebe den Suchbegriff ein und drücke den Button „Auf gut Glück“. Das ist jener Button der schon Tschortsch Dabblju Busch und den österreichischen Ex-Sunny-Boy-Minister-alles-nur-Verleumdung viel Ruhm bescherte.

Ich liebe diesen „Auf Gut Glück Button“, denn der liefert schon recht kuriose Dinge. Und auch diesmal funktioniert der Suchalgorythmus der Mountainviewer perfekt. Im Suchergebnis klicke ich auf ein Ergebnis das recht „viel versprechend“ ausschaut. Und angezeigt wird folgendes:




Wer bitte schreibt so eine Kontaktanzeige? Ich überlege mir wie der Kerl wohl das Testkonzept dazu schreibt und die Funktionen überprüft.
Ob da im Zuge der Test auch das Nichtfunktionale Qualitätsmerkmal Robustheit durch einen Lasttest überprüft wird? Lasttest?

Möge die Vorstellungskraft doch Selbstmord begehen.